Wärme und Sport

ISBN 978-3-7088-0537-5
ISBN 978-3-7088-0537-5

Aufwärmtraining

 

Wärmeanwendungen sind fester Bestandteil moderner Trainingsprogramme. Neuer Untersuchungen zeigen, dass Trainingsprgramme durch passives Vorwärmen der Muskulatur wesentlich effizienter werden. Die Muskelgewebetemperatur bewegt sich üblicherweise in einem Bereich von 28-34 Grad Celcius. Ein Durchwärmen auf 37 Grad Celsius hat deutliche Auswirkungen auf die Umsatzrate und Versorgung sowie Elastizität und Reaktionsgeschwindigkeit des Gewebes. Das Gleiche gilt für das Training komplexe Bewegungsabläufe, wie sie bei einigen Sportarten gefordert sind. So kann etwa die Koordinationsfähigkeit durch Wärmeanwendungen verbessert werden. Außerdem wird die Elastizität des Binde-, Sehnen- und Muskelgewebes erhöht.

Insgesamt wird also der Trainingseffekt erhöht und das Verletzungsrisiko vermindert.

Ein passives Vorwärmen ist dem sportartspezifischem "aktiven Aufwärmen" der einzelnen Muskelgruppen (durch Bewegung) vorgeschaltet. In der Praxis zeigt sich, dass Saunaanwendungen dafür ungeeignet sind, da sie  bei einer üblichen Anwendungsdauer aufgrund der Wärmeregulationsreaktion keine Durchwärmung der Körperschale erreichen.

Mit Hilfe der Niedertemperatur-Infrarottechnik kann dem Körper belastungsfrei entsprechend Wärme zur Verfügung gestellt werden.

 

Muskelkater

 

Die Ursache des Muskelkaters, der 8 bis 24 Stunden nach einer Überanstrengung auftritt, sind Mikrorisse im Muskelgewebe. Diese bedingen entzündliche Reaktionen und Schwellungen. Schwer geschädigte Muskelzellen sterben ab und werden aus der Teilung so genannter Stammzellen durch neue Muskelzellen ersetzt.

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass ein Muskelkater auf Dauer schädigt. Trotzdem sollte man eine mehrtägige Ausheilungsphase berücksichtigen und durch eine adäquate Vorbereitung das Auftreten künftig verhindern. Dazu ist es zunächst wichtig, die korrekten Bewegungsabläufe einer Sportart zu erlernen bzw. falsche zu korrigieren. Die sportliche Anstrengung sollte immer dem Trainingszustand angepasst sein.

Vo dem Sport ist Aufwärmen besonders wichtig. Eine Temperaturerhöhung in der Muskulatur steigert die Dehnbarkeit, die Raktionsbereitschaft und verbessert die Koordination der Kontraktion (intramuskuläre Koordination). Das Training wird effektiver und das Verletzungsrisiko sinkt. Mit Hilfe der Niedertempeatur-Infrarottechnolgie ist ein passives Vorwärmen möglich. Bei der Behandlung des Muskelkaers geht es in erste Linie darum, die Durchblutung und Versorgung im Muskelgewebe zu verbessern. Durchwärmungsanwendungen bieten zur Regeneration eine ideale Unterstüzung. Von einer Einnahme von Medikamenten (Schmerzmittel etc.) ist unbedingt abzuraten. Auch starke Massagen sind umstritten, da sie eine zusätzliche mechanische Irritation darstellen, die den Heilungsprozess sogar verzögern kann.

Durchwärmugsanwendungen leisten nützliche Dienste - einal zum passiven Vorwärmen und einmal zur Regeneration.

 

Regeneration

 

Ein Problem in der Sportmedizin sind die sogenanten Mikrotraumen des Sehnen- uns Bandapparates, des Knorpelgewebes und/ oder der Muskultur. Die Mikrotraumen enstehen durch Überbeanspruchungen, ausgelöst durch zu intensives Training, schlechte intramuskuläre Koordination und / oder falsche Bewegungsabläufe.

Werden sie nicht ausgeheilt, können sie sich im Laufe der Zeit summieren und größere Beschwerden bzw. Funktionseinbußen nach sich ziehen. Während sich der Muskel durch einen ausgeprägten "Muskekater" bemerkbar macht, sind Mikrotraumen des Bandapparates oder des Knorpelgewebes selten spürbar. Sehnen, Bänder und Knorpel passen sich zudem nur sehr langsam einer veränderten Belastungssituation an. Nach der Belastung weist die Muskulatur eine erhöhte Spannung (Tonus) auf. Das erschwert die Zufuhr von Nährstoffen und den Abtransport von Stoffwechsel- und Abbauprodukten und behindert damit die für die Regeneration wichtige Versorgung des Gewebes.

Wäremanwendung entspannen die Muskulatur über direkte Reflexe und erleichtern so die Gewebeversorgung. Die Durchwärmung erhöht die Durchblutung und verbessert die Versorgung der Muskulatur, die Temperaturerhöhung kurbelt den Stoffwechsel an. Die Regeneration wird wirkungsvoll unterstützt. Der Aufenthalt in der Niedertemperatur-Infrarotkabine stärkt zudem das Immunsystem, fördert die Produktion schmerzlindernder Stoffe (Endophine) und die Entgiftung. Darüber hinaus unterstütz er die mentale Entspannung.

Nach dem Sport sollte man"ausgeschwitzt" haben. Die Körperkerntemperatur hat dann wieder normale Werte unter 38 Grad Celcius.

 

Quelle: Infrarot- Gesunde Wärme für mehr Wohlbefinden.

Autoren: Dr. med. Otto Pecher u. Prof.Dr. med. Wolfgang Schobersberger

ISBN 978-3-7088-0537-5