Tokyo Marathon 2015

  • Tokyo Marathon 2015

Der Tokyo Marathon ist seit 2013 Mitglied in der Major Serie. Die Teilnehmerzahl ist auf 35.500 Läufer begrenzt, darunter ca. 7.000 Ausländer. Gleichzeitig findet auch ein 10 km Rennen mit 500 Teilnehmern statt.

 

Der Startbereich befindet sich am Tokyo Mertopolitan Government Building, ist klar strukturiert, übersichtlich und mit Massen von freundlichen, hilfsbereiten
Helfern „bestückt“.

 

Pünktlich um 9:10 Uhr erfolgt der Startschuß und das Feld setzt sich sehr schnell in Bewegung. Die Straßen sind breit und in einem sehr guten Zustand, dadurch komme ich sehr früh in ein flüssiges Laufen.

 

Bei km 10 ist man bereits am Kaiserpalast vorbei und läuft zum ersten Wendepunkt bei km 15. Hier fällt der Blick zweimal auf den Tokyo Tower und wir laufen bis ca. km 20,5. Kurz danach geht es auf die zweite Wendepunktstrecke. Wenn der Marathoni hier bei km 21 links einbiegt, sieht er auf der anderen Straßenseite die Läufer bei
km 35. Das war für den einen oder andern Teilnehmer etwas frustrierend. Für mich allerdings nicht, ich konnte mich damit eher motivieren.

 

Der Weg zum zweiten Wendepunkt führt von Ginza aus in nördliche Richtung über Nihonbashi nach Asakusa mit Blick auf das Tempel Tor. Hier kann ich auch einen Blick auf den Tokyo Skytree, das höchste Gebäude in Tokyo werfen. Wieder zurück in Ginza (etwa km 35), geht es Richtung Osten zum Ziel auf dem Messegelände im Stadtteil  Odaiba, einer aufgeschütteten Insel in der Tokyo Bucht. Die letzten 7 km haben es dann noch mal in sich, einige Brücken sind zu überqueren und teilweise kommt der Gegenverkehr den Läufern (gefühlt) sehr nahe, die Absperrungen sind nicht wirklich massiv. Hier  bewegen sich einige Teilnehmer schon sehr ferngesteuert, was die mögliche Gefahr für Unfälle sicherlich erhöht.

 


Am Anfang der Vorbereitungszeit habe ich mir den Streckenverlauf angesehen:

 

http://tokyo42195.org/2015en/info/course/movie/

 

und leider als sehr eintönig empfunden, schon war die Motivation am Boden. Um trotzdem die notwendige Unterstützung von den Zuschauern einfordern zu können, habe ich  überlegt, eine Deutschland-Perücke zu tragen. Das stellte sich als eine gute Idee heraus.

 

Viele Teilnehmer, im Land der Mangas, gingen verkleidet an den Start und somit hatte auch ich ein Erkennungszeichen und wurde häufig auf mein „schönes Haar“ angesprochen. „ I love your hair!“

 


Aber der Liebling der Zuschauer war eindeutig der Tiger!! Der „Kollege“ ist mit einem kompletten Tiger-Kostüm gelaufen. Na ja, wahrscheinlich hätte er sonst gefroren.

 

Stichwort Zuschauer: Für eine Major Lauf empfand ich das Zuschauerinteresse „beschämen“ gering. Gefühlt waren nur die Begleitpersonen der Läufer, die Angestellten der Sponsoren bzw. Charity Firmen und die Helfer als Zuschauer auf der Strasse. Für die gute Stimmung auf der Strecke und im Zielbereich sorgten  die Hundertschaften von Helfern. Hier ein großes Kompliment und vielen Dank. Die Stimmung war nicht vergleichbar mit London, BerlinChicago und New York. Hier muss Tokyo für die Olympischen Spiele 2020 noch üben.

 

Mein abschließender Kommentar: Die Tokyo Reise möchte ich nicht missen, die vielen Eindrücke von Land und Leute waren enorm und ausschließlich positiv. Die Organisation des Marathons war vorbildlich. Die Strecke empfand ich als langweilig. Meinen 5. Major Marathon konnte ich finishen und abhacken. Ich freue mich auf Boston!

 

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