Marathon Barcelona 2017

  • Blick auf den Startbereich (Torres Venecianes)
  • Startbereich
  • Strecke
  • Finisherfoto
  • Startnummer und Medaille
  • Limited Edition DynaFlyte Barcelona

Von meinem Hotel ist der Start nur ein paar Meter entfernt, auf der gegen überliegenden Seite des Plaza Espanya, kurz hinter den Torres Venecianes, auf der Avinguda de la Reina Maria Cristina. So kurze Wege hatte ich bisher noch bei keiner Veranstaltung. Einfach super.

 

Der Start ist um 8:30 Uhr, bei angenehmen13 Grad Celsius, Sonne pur und windstill. Für mich optimale Verhältnisse, das einzig negative, meine Fitness. Vier Wochen Trainingsrückstand sind nicht von der Hand zu weisen, aber ich bin ja nicht alleine, habe genügend Erfahrung und genieße jetzt den Adrenalin kick.

 

Bei der zweiten Startwelle bin ich dabei, aus den Lautsprechern donnert „Barcelona“, das Feld setzt sich schnell in Bewegung und wir können unser Wunschtempo sehr schnell erreichen. Mit wir, meine ich Jörg und mich, wir starten gemeinsam und möchten auch gemeinsam über die Ziellinie laufen – da fehlen aber noch knappe 42 km.

 

Das erste high light auf unserer Tour erreichen wir bei km 6, das Camp Nou – leichter Anstieg. Von hier aus auf die Avinguda Diagonal, ein paar Richtungswechsel und bei km 11 sind wir fast wieder am Start. Zwischen Parc de Joan Miro und Arenas de Barcelona geht es jetzt Richtung Westen.

 

Zwischen km 14 und 16 laufen wir an Pedrera  und Sagrada Familia vorbei, auf die vielleicht schwierigste Teilstrecke der Tour zu, die Meridiana. Über 2 km leichter, gleichmäßiger Anstieg, dann 180 Grad Kehre und das ganze wieder zurück. Die Hälfte ist geschafft, jetzt beginnt der Marathon.

 

Wir laufen nun Richtung Mittelmeer, bei km 26 kann man das Meer schon riechen, vielleicht nicht jeder, denn einige haben bereits die Nase voll und laufen etwas unrund. Weiter, ca . 2,5km auf der Diagonal bis Torre Agbar und wieder zurück zum Forum. Die Temperaturen sind jetzt etwas höher aber immer noch angenehm, Wasser, Isoton und Cola werden jetzt alle 2,5 km gereicht. Super organisiert, viele helfende Hände strecken den Läufern Flaschen und Becher entgegen, die natürlich gerne angenommen werden. 

 

 

Ab km 32 laufen wir in „Strandnähe“ um das olympische Dorf bis Ciutadella Vila Olimpica. Auch die letzten 7 km ist sightseeing pur! Gotic Viertel, Place de Catalunya, Catedral de Barcelona, auf der Via Laietana, Passeig de Colom zum Mirador de Colon, hier steht Christoph Columbus auf einen hohen Sockel und zeigt angeblich Richtung America.

 

 

Jetzt gibt es noch eine Richtungsänderung. 2,2 km auf der Av. del Parallel, stetig leicht bergauf. Mir geht es gut, denn ich kann bereits den Brunnen auf dem Placa Espanya erkennen, noch mal die Uhr abchecken. Was zeigt das GPS? Ja! Das sind wirklich die letzten 2 km bis zum Ziel. Einmal links rum, erneut durch die Torres Venecianes und noch ein paar Meter bis ins Ziel. Geschafft, gefinished und glücklich. Das war doch gar nicht so schlimm wie befürchtet, na ja ich hatte ja auch Beistand. Wir haben unser Ziel erreicht und sind gemeinsam über die Ziellinie gelaufen.

 

Barcelona als Stadt finde ich sensationell, hier gibt es immer was Neues zu entdecken und man kann das Bekannte genießen. Die Menschen sind nett und hilfsbereit. Die Stadt hat einen schönen Strand und das Wetter ist auch nicht schlecht. Jetzt gibt es für mich noch einen zusätzlichen Punkt  zurück zu kommen: den Marathon. Er ist super organisiert, es fehlt an nichts. Jede Menge begeisterte Zuschauer, viele freiwillige Helfer, kurze Wege und ein Start- Ziel Rundkurs, den man schön Laufen kann. Ich komme gerne wieder.

 

 

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