42. BMW Berlin Marathon

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Einfach ein perfektes Wochenende, der 42. BMW Berlin Marathon

 

Vorwort:

Bei meiner dritten Teilnahme am Berlin Marathon hatte ich die Motivation: Spaß haben und schmerzfrei ankommen. Mehr kann ich mir nach 4 Wochen Training nicht wünschen. Also auf bestes Laufwetter und gute Organisation hoffen und los geht’s.

 

Der Laufbericht:

 

Ohne Stress, Bestzeit laufen zu wollen, gehe ich ausgeschlafen und gut gerüstet an den Start. Hier beginnt bereits für viele Läufer der Startgruppe F das Problem, sie sind zu spät am Eingang der Startblock angekommen und drängeln sich nun vor der Absperrung. Um 9 Uhr 15 erhalten wir die  Anweisung, langsam zur Startlinie vorzugehen und somit ergibt sich auch genügend Platz für die Nachzügler. Die Stimmung ist wie immer ausgelassen, es wird abgeklatscht, einen guten Lauf gewünscht und los geht die Reise durch Berlin.

 

Etwa bei km 10 laufe ich auf eine „alten Hasen“ auf, er bestreitet bereits seinen 34. Berlin Marathon. Voller Hochachtung möchte ich ihn beglückwünschen für 34 Jahre voller Fitness und Leidenskraft. Er sagt nur:“ Ich laufe nur noch mit. Ich habe ein kaputtes Knie, da geht es eben nicht mehr so schnell.“ Er genieße das Laufen zwar noch aber quälen würde er sich nicht mehr.

 

In Kreuzberg werden jede Menge Schilder in die Höhe gehalten, bestimmte Läufer (Namen) angefeuert und natürlich auch: Quäle dich du S.....

 

Das Schönste aber war eindeutig : „Ihr seid schneller als der Flughafen.“ Mit einem Schmunzeln auf den Lippen geht’s auf die zweite Hälfte des Rennens.

 

Der Straßenbelag der Hauptstadt ist grottenschlecht, jede Menge gerissener Asphalt. Meine Kollegen aus Berlin sagen, sobald du eine Baustelle aufmachst, dann hast du ein Verkehrschaos, also machen  die nix. Da ich aber recht langsam Laufe, falle ich in kein Loch. Glück gehabt!

 

Bei Km 33 geht es langsam auf den Ku‘Damm zu. Auch hier wieder jede Menge Zuschauer an der Strecke, die durch das schöne Wetter nach draußen gelockt werden, sie machen richtig Dampf und feuern die Läufer klasse an. Macht Spaß hier zu laufen.

 

Kurz hinter km 38, am Potsdamer Platz, muss ich nicht lange überlegen: weiterlaufen oder Abkürzung nehmen? Ich bin noch sehr gut motiviert und freue mich auf die letzten 4 km durch Berlin Mitte. Heute fällt mir das Laufen sehr leicht (bin ja auch ziemlich langsam unterwegs). Am Gendarmenmarkt ist der Geräuschpegel recht schwach, wenige Zuschauer. Sind die alle auf der Straße Unter den Linden und am Pariser Platz?  Also noch mal ein wenig das Tempo erhöhen und nach der letzten Linkskurve, mit Blick auf das  Brandenburger Tor zum Ziel durchlaufen. Hier ist die Hölle los. Klasse!!

 

Durch die leichte Tempoerhöhung auf den letzten 2 km habe ich eine Punktlandung hingelegt:

3:59:58 h. Nach nur vier Wochen Training und trotz „Schneckentempo“ unter 4 Stunden gefinished – ein fast perfekter Renntag!

 

Kurz nach dem Ziel bekommt jeder finisher eine Medaille um den Hals, hier ist das Gedränge stärker als am Start. Jeder möchte der Erste sein, aber ein paar Meter weiter entspannt  sich die Lage wieder. Wärmefolien sind heute nicht die Renner, es ist windstill und recht warm. Im Zielbereich werden die Läufer, wie jedes Jahr, sehr gut betreut, hier fehlt es an nichts. Auch Erdinger Alkoholfrei bis zum abwinken.  Ein Prosit,  bis zum nächsten Mal.

 

Ich freue mich immer wieder in Berlin laufen zu dürfen. Start und Ziel, im Stadtzentrum, auf der Straße  des 17. Juni (ein Rundkurs). Das heißt kurze Wege für die Teilnehmer. Von meinem Hotel am Potsdamer Platz benötige ich nur etwa 30 Minuten zum Startblock, mit Kleiderbeutel Abgabe etwas mehr, einfach optimal. Auch dafür liebe ich Berlin!

 

 

Ähnlich ist es bei den Majors  nur in Chicago (Start und Ziel auf dem Columbus Drive). In Tokyo, London und New York finde ich die „Anreise“ mit bis zu  4 Std  vor dem Startschuss recht mühsam, ja fast stressig.

 

In Boston werde ich hoffentlich am 18. April 2016 starten, die Reise ist gebucht, auch von dort werde ich berichten. 

 

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