24h-Lauf 2006

Teilnahme am 24 Stunden-Lauf in Rodgau-Dudenhofen
Der 24-Stunden-Lauf in Rodgau, organisiert vom Verein „Gemeinsam mit Behinderten“, fand dieses Jahr zum 25. Mal statt. Und zu diesem besonderen Jubiläum am 09./10. September war zum 1. Mal ein Vital-Team, bestehend aus Mitgliedern und Mitarbeitern am Start. Ein Team besteht aus 10 Leuten, wovon immer einer auf der Bahn sein muss, meistens nur 1 Runde läuft, dann kommt der nächste dran.

Teilnehmer: Matthias Bachmann, Jutta Schmitt, Torsten Zervas, Yannick Weiland, Alex Heidrich, Lukas Wörenkämper, Alex Wenzel, Klaus Weiland (Mannschaftsführer), Achim Mohler, Marius Sprey

Hier ein kleiner Erlebnisbericht:
Samstagmittag 11 Uhr:
Schlafzelt und Massagepavillon sind aufgebaut, jeder hat seine Sachen verstaut, alle sind aufgeregt.
12 Uhr: Startschuss, unser erster Mann ist auf der Bahn. Doch ein Teilnehmer fehlt noch, ein schneller Anruf: „Oh, so spät schon, bin in 20 Minuten da.“
13 Uhr: Unsere Masseurin Petra Wörenkämper hat den ersten Läufer auf der Pritsche liegen.
14 Uhr: Der 10 Mann fehlt immer noch, wir wissen nichts! Wie sich dann erst am Montag herausstellt, hatte er einen Unfall. Zum Glück springt Yannick ein, der Sohn des Mannschaftsführers, zwar sehr sportlich, doch nicht aufs Laufen trainiert. Hoffentlich tut er sich nichts.
18 Uhr: Wir haben uns unter die ersten 10 Teams platziert, zeitweilig sogar an die 6. Stelle, Euphorie! Doch nun ein kleiner Dämpfer, Alex hat große Schmerzen am Knie, kann sich nur noch humpelnd vorwärts bewegen.
20 Uhr: Manche spüren jetzt, dass man doch mehr hätte trainieren müssen, die Muskulatur fängt an sich zu wehren. Wie gut, dass wir unsere Masseurinnen haben, inzwischen massiert Catrin Hödl, die auch die Nacht über bleiben wird, bis sie am Morgen wieder von Petra abgelöst wird.
22 Uhr: Es ist inzwischen mehr als frisch geworden….
1 Uhr: Nun sollen immer 3 Läufer im Wechsel über einen Zeitraum von 2 Stunden laufen, dann wird das Team ausgetauscht. So können die anderen sich ausruhen und vielleicht sogar schlafen…

2 Uhr: Das Team mit Klaus, Lukas und Alex ist dran. Alex versucht eine Runde, aber er kann kaum auftreten und so muss er frustriert abbrechen. Etwas später geht dann auch bei Lukas nichts mehr, er kriegt sein Knie nicht mehr gerade, da hilft auch kein massieren mehr. Klaus, der im Oktober den Marathon mitlaufen will, läuft einige Runden allein, eine gute Übung…?
3 Uhr: Wir müssen Jutta vorzeitig wecken, damit sie Klaus entlastet. Auch Jutta wird den Frankfurter Marathon mitlaufen. Danach ergänzen Marius und Achim das Team.
4 Uhr: Es ist bitterkalt! Die Helfer frieren langsam fest. Schnell mal ins Versorgungszelt gehen und eine heiße Suppe holen. Zitate eines Läufers: „Nie wieder mache ich da mit, wer hat mir das eingebrockt“ aber auch: „Bei der nächsten Runde schnapp ich mir den GOS-Buster!“
5 Uhr: So langsam könnte die Nacht vorübergehen, es reicht dann! Inzwischen laufen Alexandra, Matthias und Yannick.
6 Uhr: Torsten ist dran, der laufstarke Triathlet läuft 40 Minuten am Stück und das in einem beachtlichen Tempo. Die halb erfrorene Helfer-Nachtschicht verabschiedet sich zähneklappernd, das warme Bett bzw. die Badewanne rufen.
11 Uhr: Das Team liegt nun auf dem 12. Platz. Können wir noch den 11. schaffen? Das Team vor uns hat einige Runden Vorsprung. Jetzt werden noch mal alle Reserven mobilisiert, alle Schmerzen vergessen, es geht noch mal zur Sache.
12 Uhr: Geschafft! Der Lauf ist beendet, gemeinsam wird die Ehrenrunde gegangen, dieses Gefühl ist unbeschreiblich!
13 Uhr: Siegerehrung: Welchen Platz haben wir denn nun, 11 oder 12? Da kommt die Durchsage – und tatsächlich - das Team hat sich in der letzten Stunde noch Platz 11 erkämpft. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

Vielen Dank an die Läufer für die tolle Leistung!!!
Vielen Dank für die unentgeltlichen Massagen, ohne die es schwer gewesen wäre, danke an Petra Wörenkämper und Catrin Hödl.

Und zum Schluss ein Dankeschön an alle Helfer, die sich um Essen, Getränke und Zuspruch gekümmert haben oder einfach da waren zur mentalen Unterstützung:
Gogo, Silvia, Caro, Thorsten und Daniela.
(Daniela Döbert,  Hainburg)

 

 

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