Archiv der Kategorie: laufend ge(h)testet

Nebular Fire Runners‘ Headlamp

Warum eine Stirnlampe? Dafür gibt es eigentlich zwei Gründe. Erstens: Die passive Sicherheit, man wird bei Dunkelheit früher wahrgenommen. Zweitens: Der Lichtkegel ermöglicht ein gefahrloses Laufen bei Dunkelheit.

Im Winter habe ich mir die Lampe zugelegt und auch ein paar Mal getestet, so richtig begeistert war ich damals nicht, denn man trägt sie ja am Kopf (ist sinnvoll). Mützen und Hütte kann ich eigentlich nicht ab, habe immer das Gefühl, die engen mich ein. Aber die Sicherheit geht vor und außerdem wollte ich bei den Bieler Lauftagen starten und meinen ersten Ultra absolvieren. Start 23 Uhr Abends, also in der Nacht!

Jedenfalls habe ich mich für die Nebular Fire entschieden und das war richtig!

Die Leuchtdauer ist bis 25 Stunden, der Lichtkegel ist individuell einstellbar. Fünf verschiedene Laufeinstellungen sind je nach Umgebungslicht wählbar. Durch das sogenannte RunWave System, kann durch wischen vor der Linse, die Helligkeit verändert werden. Das lästige Knöpfe suchen entfällt.Der Lampenkopf lässt sich justieren.

Obwohl das Batteriefach (Akku) vorne integriert ist, lässt sich die Nebular, wegen ihres geringen Gewichtes (87g), sehr einfach tragen. Bei maximal 192 Lumen ist die Reichweite 41 m, bei einer mittleren Einstellung reicht der Lichtkegel bis 25 m (80 Lumen bis 6,5 Stunden). Diese Einstellung habe ich für den Nachtlauf in Biel gewählt. Der Lichtkegel war gleichbleibend stabil, die gefühlte Sicherheit beim Laufen hervorragend. Bei Asphalt und Beton total unproblematisch, auf Naturwegen fehlte mir die Erfahrung, manchmal hatte ich die Schattierungen falsche interpretiert. Nach einigen km gewöhnt man sich sehr gut an Lichtverhältnisse. Ich habe die Stirnlampe ca. 4 Stunden am Stück getragen (genutzt) und bin sehr zufrieden. Der Tragekomfort ist dank eines 25 mm breiten Mesh Bandes angenehm.

Aktueller Preis: 60 US$ Nathan Sports Farbe: Blau und Grau
https://www.nathansports.com/nebula-fire-runners-headlamp-5100n
Bewertung: 10/10 Punkten

Asics MetaRun

Zum Anfang meines Läuferlebens startete ich mit Asics Schuhen, trainierte regelmäßig unregelmäßig und versuchte meine Laufleistung allmählich zu steigern. Seit einigen wenigen Jahren laufe ich auf amtlich vermessenen Marathonstrecken, habe meine Trainingskilometer Woche für Woche erhöht und nutze auch andere Schuhmarken (adidas, Brooks, Newton, Salomon), mittlerweile besitze ich für fast jeden Anlass den passenden Schuh. Obwohl ich das zu meiner Anfangszeit nicht für möglich gehalten hätte. Meine Lieblingschuh wird schon lange nicht mehr von Asics produziert, Adidas und Brooks sind meine Favoriten. Durch die neue Technik des Asics MetaRun könnte sich das wieder ändern.

MetaRun---5-New-Technoloogies

Foto:Hersteller

Laut Firmenangaben , soll die neue Technologie in den nächsten Monaten und Jahren auch in die anderen Asics-Modelle integriert werden.

Fünf neue Technologien (Information vom Hersteller):

1. Geringeres Gewicht- mehr Dämpfung:

Die revolutionäre FlyteFoam-Mittelsohle des MetaRun ist 55% leichter als der Branchenstandard.

Sie ist auch elastischer als je zuvor. Integrierte organische Fasern sorgen dafür, dass die Mittelsohle zwischen den Schritten sofort ihre ursprüngliche Form wieder annimmt. So genießt man maximale Dämpfung bei jedem Schritt.

2. Adaptives Stabilitätsprogramm

Durch eine mit Karbonfasern verstärkte zweiteilige AdaptTruss-Technologie bietet der MetaRun optimale Stabilität und Flexibilität.

Der MetaRun passt sich an den individuellen Laufstil an, er ist flexibel, wird aber automatisch kompakter, wenn sich das Fußgewölbe zu sehr absenkt. Dies verringert den Druck auf den Fuß und sorgt für ein ganz neues Laufgefühl.

3. Ein Exoskelet das sich die Fußform merkt

Egal ob man gerade beim Stretching bist oder die 10Km-Marke erreichst, der neue X-förmige Aufbau des externen Clutch-Counter-Systems umschließt die Ferse optimal.

Der Aufbau des externen Clutch-Counter-Systems umschließt die Ferse optimal. Dank Memory-Foam bietet der MetaRun immer eine optimale Passform am Fuß.

4. Entwickelt für perfekte Passform

Ein neues einlagiges Mesh minimiert die Reibung zwischen Fuß und Obermaterial und bietet eine enganliegende, perfekte Passform.

Eine einzigartige Kombination aus dichtem und weiterem Gewebe optimiert die Flexibilität und Atmungsaktivität.

5. X-Gel

Das bereits etablierte Asics Gel wurde von Asics noch weiter entwickelt. Es soll für eine verbesserte Dämpfung sorgen.

Der Lauftest (die ersten ca. 150km)

Der MetaRun wiegt bei Größe 42,5 304 Gramm ( 20 Gramm leichter als der Kayano 21). Ich habe das Gefühl, der Schuh ist sehr groß, er fühlt sich fest und „steif“ an. Auffällig ist die hohe Ferse, welche für einen besseren Halt am Knöchel sorgen soll. Die Sprengung liegt bei 10 mm.

Von der erste Tranche wird es nur 60.00 Schuhe geben. In Deutschland werden nur 2.000 Paar in den Einzelhandel kommen.

Meine Testläufe:

1. Lauf: 7 km auf dem Laufband, 1,5% Steigung, Pyramidenlauf bis 4 min/km.

2. Lauf: 12 km auf Asphalt und Kopfsteinpflaster, Untergrund feucht bis nass, sehr guter Halt. Lauftempo 48 Min. für 10 km

3. Lauf: 20 km, Untergrund Asphalt, trocken. intensiver Dauerlauf 5:50 min/km

4. Lauf: 14 km, Laufband 1,5% Steigung, 6:10 min/km

5. Lauf: 13,7 km, Untergrund Asphalt, nass, 5:30 min/km

6. Lauf: 21,8 km; Untergrund Asphalt und geschotterte Waldwege, Schnee und Schneematch. 6:05 min/km

Zur Zeit befinde ich mich noch in der Aufbauphase und lange Läufe über 30 km liegen noch nicht im Plan, um dies zu simulieren habe ich die letzten zwei Läufe innerhalb 24 Stunden absolviert (13,7+21,8=35,5 km).

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7. Lauf: 14,8 km, Untergrund Asphalt, trocken, schnellster km 4:27 min/km

8. Lauf: 32,4 km , Untergrund Asphalt, trocken . 5:45 km/min.

Nach ca. 150 km „Laufleistung“ komme ich zu einem absolut positiven Ergebnis. Der Schuh ist sehr trittsicher, auf jedem Belag und bei jedem Wetter. Obwohl er klobig aussieht, fühlt sich der MetaRun am Fuß leicht und stabil an. Ob bei langsamen oder schnellen Laufen ist das Fußbett und die Dämpfung für meine Füße optimal. Bisher habe ich immer hohe Fersenkappen als lästig empfunden, hier spüre ich sie kaum und glaube sogar dem Hersteller, sie gibt einen gute Stabilität.

Mein Schuhverkäufer sagt immer: „Ein guter Schuh muss schon ohne Schnüren passen“, das trifft hier zu. Die Zehenbox ist sehr komfortabel, nichts reibt oder drückt. Allerdings war mein weitester Lauf bisher nur 32,4 km, da ist noch mehr drin. Laut Alistair Cameron, CEO von Asics Europa, soll der MetaRun,“der beste Long Distance Schuh in der Geschichte von Asics sein.“

Ich bin sehr positiv gestimmt und möchte meinen Boston Marathon am 18. April 2016 gerne mit dem MetaRun absolvieren. Falls ich eine PB erreichen sollte, bekommt der Schuh einen Platz in der Vitrine. (ich werde berichten)

Bewertung: 10/10 Punkten (allerdings muss man hier den Preis außer acht lassen!!)

Ich hoffe, dass die Innovationen der Asics Ingenieure schnellstmöglich in die anderen Modellreihen integriert werden und die Preise der „neuen“ Schuhe durch die Massenproduktion erschwinglich bleiben bzw. werden. Dann kann Asics wieder zu meiner Marke werden!!

Update:23.Mai 2016
Gelaufene km 452

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Nach zwei Marathons , in Boston und Darmstadt , und ingesamt 452 gelaufenen Kilomtern, muss ich leider ein paar Abstriche in der Bewertung vornehmen. Bei einem Schuh in dieser Preisklasse (EUR 250,00) darf meiner Meinung nach das Material nach solch kurzer Zeit keinen Schaden nehmen. Natürlich ist das extrem hohe Clutch-Counter-Systems im Fersenbereich neu entwickelt, aber das Material sollte doch Reibung aushalten, oder? Mal schauen wie der Schuh die nächsten 500 km aushält.

Version 2

Angenehm finde ich weiterhin die Passform, selbst nach 42 Km fühle ich mich noch wohl im Mega Run.

Bewertung: 07/10 Punkten

Hurrican 110 von compressport

Bisher habe ich in meinem Blog noch keine Testergebnis von Produkten veröffentlicht, welche
ich über meine Homepage vertreibe. Heute eine Ausnahme:
Ich möchte euch den Windstopper „Hurrican 110“ von compressport vorstellen. Meine Begeisterung während der Testphase, für das Produkt, muss ich einfach (mit-)teilen.

Meine Erfahrung mit compressport – Neuprodukte werden bereits im Katalog oder auf Messen vorgestellt, kommen aber noch nicht zur Auslieferung – hat sich hier wieder bestätigt. Bereits
im Frühjahr 2015 angekündigt (die Jacke hätte ich gerne in Tokyo getragen) durfte ich das Leichtgewicht erst Ende August in Händen halten. Schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.

An den letzten August Tagen waren die Temperaturen noch zu hoch, um mit Jacke zu Laufen. Aber am ersten Samstag im September, endlich nur noch 12Grad Celsius, Wind und Regen, einfach klasse Bedingungen für den ersten Test. Kurze Hose, On/Off Shirt, Jacke drüber, Brille auf die Nase und ab geht’s zu einem 21km Trainingslauf.

Die ersten Eindrücke: Die Jacke ist ein echter Windstopper! Durch das eingepasste, atmungsaktive Rückenteil (3D Extensor = gleiches Material wie die On/Off Shirts) bleibt das „Innenleben“ trocken, alleine dies macht schon ein angenehmes Tragegefühl aus, nichts klebt an der Haut. Natürlich spüre ich die Jacke, durch das geringe Gewicht, kaum. Die leichte Sonneneinstrahlung auf dem schwarzen Gewebe ist während der Einlaufphase wohltuend wärmend und auch danach nicht zu stark. Das Wetter verändert sich, der Wind wird stärker und es fängt leicht an zu Regnen. Laut Hersteller ist die Jacke durch das geringe Gewicht bzw. durch das dünne Gewebe nicht wasserdicht. Bei leichtem Regen allerdings hält sie die Feuchtigkeit draußen. Überraschend, aber natürlich sehr angenehm. Die erste „gemeinsame“ Trainingseinheit hat mich schon mal überzeugt.

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Foto: (Links) leicht zerknittert (Mitte) Hersteller (Rechts) nach kurzer Zeit ist das Material wieder glatt.

Jetzt hält die „Beziehung“ schon 6 Monate und ich bin immer noch verliebt. Auch bei Temperaturen um 5 Grad Celsius ist die Jacke ausreichend, allerdings trage ich während der Wintermonate unter der „Hurrican 110“ ein Langarmshirt. Bei den letzten Trainingsläufen hatte ich fast immer Rücken- bzw. Gegenwind, der Windstopper hält dicht!

Wegen des geringen Gewichts wurde auf jedes zusätzlich Gramm geachtet. Auf einen Reißverschluss an der Rückentasche wurde verzichtet, ein kleines Stück Klett reicht vollständig als Verschluss aus. Die Jacke kann in der Rückentasche platzsparend verpackt und mit dem Gummiband am Arm fixiert werden. Der Brustreißverschluss ist für eine einfache Handhabung diagonal eingenäht, einmal hatte ich das Gewebe beim Öffnen allerdings eingeklemmt. Bei der „Reparatur“ muss man wegen des dünnen Gewebes sehr vorsichtig sein, sonst gibt es Löcher.

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Foto: Jacke in der Rückentasche eingepackt

Das dünne Gewebe zerknittert zwar leicht, aber beim Tragen ziehen sich die Falten wieder glatt. Die Jacke ist zudem ergonomisch geformt und kann dank 3D Extensor auch über den Laufrucksack (Ultrun 140G Man) getragen werden. Diese Aussage des Herstellers muss ich allerdings noch verifizieren. Die Armlänge ist ausreichend und der Bund hat eine Daumenschleife, das hilft bei Kälte, die Hände bleiben warm. Die Trail Jacke hat eine verstellbare Kapuze, das ist sehr angenehm bei starkem, kaltem Wind.

Mein abschließendes Urteil: Die Hurrican 110 gefällt mir sehr gut, eine so leichte Laufjacke mit Kapuze habe ich schon lange gesucht und endlich „gefunden“. Selbst auf dem Fahrrad macht sie was her. Ich bin rundum zufrieden.

Der Preis der Jacke liegt bei UVP EUR 139,00
Es gibt auch eine „kleine Schwester“, eine Weste, ohne Arme und Kapuze für UVP EUR 129,00

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Foto:Hersteller

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Foto:Hersteller

Bewertung:10/10 Punkten

Laufbrille G9 Radial Transformal Energizer

Als einer der 12 glücklichen Gewinner des Lesertests von Runnersworld darf ich die  Laufbrille G9 Radial Transformal Energizer testen; Gläser Fogless orange von Gloryfy (hier meine Eindrücke)
Link zum Hersteller: http://www.gloryfy.com/de/shades/1090/gesamtg9-sportstyle.html?sub=sportstyle

Zuerst das Negative: meinen drei Mädels gefällt das Design leider nicht, der Kommentar; „Schon wieder so eine hässliche Laufbrille“. Da kann ich mich nicht anschließen.

Ich finde das Design sehr schön. Die Brille ist zudem benutzerfreundlich, durch das geringe Gewicht (26g), die „Power Grip Nose“ und den „Dynamic Flow Grip“ (Bügel) haftet die Brille ohne zu drücken am Kopf. Klasse Passform. Die orange farbenen Glässer verdunkeln sich bei direkter Sonneneinstrahlung, laut Hersteller sind sie 100% UVA/UVB resistent (Filter Klasse1).
Die orange Massefärbung (Massefärbung: dadurch sollen laut Hersteller, mögliche Kratzer kaum
wahrgenommen werden, da das Material an jeder Stelle der Masse immer die gleiche Farbe hat)
ermöglicht bei schwachen Lichtverhältnissen, Unebenheiten deutlich zu erkennen. Das macht das Laufen im Wald, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, trittsicher.

Ich habe mir angewöhnt immer mit Brille zu laufen. Meine neue Gloryfy konnte ich bisher dreimal benutzen, bei direkter Sonneneinstrahlung, bei Regen und kurz vor Sonnenuntergang. Mein Testurteil fällt sehr gut aus, der einzige „Mangel“ war hierbei, dass leichte Beschlagen der Gläser auf der Innenseite bei meinem Regenlauf. Ausschlaggebend war hier vielleicht der Temperatursturz von über 10 Grad Celsius innerhalb weniger Minuten.
Weitere Läufe mit der Unbreakable werden folgen.

Gestern (4.Testlauf) bin ich länger als 2 Stunden bei ca. 13 Grad Celsius gelaufen, die Sicht blieb klar, sie beschlagen wohl nur bei plötzlichem Temperatursturz. Durch das enge „Anliegen“ der Gläser sind die Augen sehr gut windgeschützt. – Ich hatte wieder ein sehr angenehmes Tragegefühl.

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Foto: Hersteller

Ein Test auf dem Mountain Bike musste ich natürlich auch noch machen. Auch hier gab es kein Verrutschen, die Brille sitz fest und bequem. Die orange Linse ist im Wald natürlich bestens geeignet um bei den Übergängen von Licht und Schatten die Bodenverhältnisse optimal zu zeigen. Auch hier, auf dem Bike, war ich sehr zufrieden.

Bei direktere Sonneneinstrahlung von vorne, hätte ich allerdings gerne weniger Lichtdurchlässigkeit zu den Augen, vielleicht darf ich in Zukunft auch eine dunklere Linse (G9 black shiny) testen bzw. tragen. Mal schauen was die Zukunft bringt!

Schön wäre, wenn man die Gläser (Linsen) austauschen könnte, das funktioniert wohl bei den anderen Gloryfy Brillen.

Die G9 liegt sehr eng an, somit sollten Brillenträger Kontaktlinsen nutzen.

Bewertung: 9/10 Punkten

Die SIE2i Sport Headphones von Bose®

Die SIE2i Sport Headphones von Bose®, werden mit folgenden Worten beworben:

Gehen Sie beim Sport an Ihre Grenzen- mit Kopfhörern, die alles mitmachen. Bose® Sport Headphones wurden speziell für sportliche Aktivitäten entwickelt. Sie sind schweiß- und wetterfest, bleiben sicher und bequem an ihrem Platz und bieten beeindruckenden Bose® Spitzenklang, mit dem Sie bis ans Limit gehen. Kein herkömmlicher Sport-Kopfhörer kann Ihnen eine Kombination dieser Vorteile bieten.

– Spitzenklang über alle Frequenzbereiche mit kristallklaren Höhen und tiefen, satten Bässen.
– StayHear® Ohreinsätze bieten sicheren Halt auch bei anstrengendem workout.
– Schweiß- und wetterresistent dank hydrophobem Akustik-Gewebe für sportliche Aktivitäten drinnen und draußen.
– Fitness-Armtasche von Reebok® für die Aufbewahrung Ihres Zuspielgerätes beim Sport.

Testbericht:
Die StayHear® Ohreinsätze werden in drei Größen mitgeliefert, hergestellt aus waschbarem Silikon. Für mich waren die Ohreinsätze etwas gewöhnungsbedürftig, nachdem ich allerdings die für mich richtige Größe gefunden und häufiger benutzt habe, sehr angenehm. Durch die Verwendung der StayHear® Ohreinsätze kann man deutlich die Umgebungsgeräusche wahrnehmen.

Zu den Frequenzbereichen kann ich als Amateur nicht viel sagen, ich habe keine Möglichkeit der technischen Kontrolle. Ich finde sowohl die Höhen als auch die Bässe klingen bei verschiedenen Musikrichtungen sehr scharf, für mich ergibt sich ein schönes Klangbild.

Die Inline Fernbedienung ermöglicht den bequemen Zugriff auf die Musik und das Umschalten auf telefonieren, ein Mikrofon ist integriert und funktioniert bestens. Mit einem Tastendruck lassen sich einzelne Titel überspringen. Die Headphones sind speziell für iPhone und iPod entwickelt.

Ein „Verlängerungskabel“ wird mitgeliefert und ermöglicht somit auch den Gebrauch an einen Cardiogerät.
Ob das hydrophobe Gewebe der Lautsprecherkomponenten wirklich langfristig die Feuchtigkeit, auch den Schweiß abhält muss noch bewiesen werden. Hierbei machen andere Produkte oft einen schlechten Eindruck. Das Reinigen ist problemlos mit einem feuchten Tuch möglich und anschließend mit einen Handtuch abtrocknen.

Die mitgelieferte Fitness-Armtasche von Reebok® verfügt über ein separates Schlüsselfach, nicht geeignet für einen Autoschlüssel, der drückt am Arm. Münzen, Geldscheine und flache Schlüssel sind kein Problem.
Die Tasche besteht aus atmungsaktivem Stretchmaterial und besitzt ein berührungsempfindliches Fenster. Das Armband ist geschlossen und kann durch einen Klettverschluss verkürzt werden. Für den Großteil der Läufer dürfte die Weite bzw. Länge des Armbandes ausreichend sein. Starke Oberarme werden allerdings unangenehm eingeengt. Ein längeres Band würde auch das Umschlagen bzw. Verkürzen erleichtern.
Die Armtasche könnte auch als Transporttasche für Kabel und Kopfhörer Verwendung finden. Bei der Benutzung im Freien auch bei schlechtem Wetter bleibt das Smartphone oder der Player absolut trocken.

Fazit meines 4 wöchentlichen Praxistests: alles in allem Ausgezeichnet. Das einzige was stören kann ist der Preis von circa EUR 150.

Bewertung: 9/10 Punkten, den 10. Punkt müssen sich die Headphones durch Langlebigkeit erst noch verdienen

Adidas Energy Boost™, den neue Trainingsschuh im 60 km Test

BOOST™- Die neue Dämpfungstechnologie von adidas, verspricht eine Revolution in der Mittelsohle.

BOOST™ bietet mehr Energierückgewinnung, der sogenannte Rebound, als jedes andere schaumbasierte Dämpfungsmaterial in der Laufschuhindustrie . Entwickelt wurde das Produkt gemeinsam mit BASF, und wird aus ca. 2500 Kügelchen gepresst. Ist formstabil auch bei hoher Belastung und soll fast keine Energie schlucken sondern gibt sie dem Läufer zurück.

Zu Beginn wurde nur ganz bewusst ein Alltagsschuh entwickelt, das Modell Energy Boost™. Es kombiniert hohen Komfort mit dynamischer Energie. Bei Hitze, Kälte (getestet bei +40 bis -20 Grad Celsius) und auch nach unzähligen Kilometern bietet BOOST™ im Gegensatz zu normaler EVA-Dämpfung gleichbleibende Performance. Die Sprengung beträgt 10-11 Millimeter, also ein idealer Trainingsschuh.
Die Passform des Obermaterials ist adidas like, nichts für breite Füße, die Zehenbox ist vergleichsweise eng. Der Schuh fällt klein aus, man benötigt mindestens eine ganze Nummer größer. Wenn er dann passt: genial!! Der erste Schuh von adidas seit über 10 Jahren der einfach passt, gefühlt wie ein Hausschuh, drückt nicht, reibt nicht und sitzt trotzdem fest.

Beim ersten Test, ca. 19 km Lauf mit unterschiedlichem Tempo und Untergrund, bin ich über die Dämpfung ziemlich überrascht. Beim langsamen Lauf ist der Schuh einfach nur bequem, hatte das Gefühl die Fußsohle wird massiert, bei höherem Tempo wird der Schuh gefühlt härter. Gefühlsmäßig nimmt die Rückstellkraft bei schnellerem Laufen zu. Ob das „Rebounding“ tatsächlich bei höherer Geschwindigkeit zunimmt werde ich speziell auch auf dem Laufband testen. Auf jedem Fall macht der Schuh, auch durch seine gebogene Form, die Abrollbewegung sehr gut mit.

Das Mittelsohlenmaterial sieht aus wie eine Styroporplatte, ist sehr flexibel, kann man mit 2 Fingern zusammendrücken und geht danach sofort wieder in seine Ausgangsposition zurück. Das Profil ist aufgeklebt, erscheint mir sehr flach, hat aber einen tollen Gripp. Der Schwachpunkt für die Langlebigkeit dieses Schuhes soll nicht mehr die Sohle sein, was noch zu beweisen wäre, sondern das Obermaterial. Laufleistung von über 800 km sollten machbar sein. Ich werde berichten.

2. Testlauf: 10,5 km auf Asphalt, unterschiedliches Tempo, absolutes Lauferlebnis, guter Gripp selbst auf Kopfsteinpflaster. Ich glaube, der Schuh ist Doping für die Füße!

3. Testlauf: Intervall-Training auf dem Laufband. Natürlich ist das Gefühl schneller laufen zu können sehr subjektiv. Obwohl ich die Rahmenbedingungen gleich gehalten habe ( gleiches Laufband, gleiche Steigung und gleiche Geschwindigkeit), ist der Trainingszustand und das körperliche Befinden nicht identisch, weitere zwei Wochen intensive Vorbereitung sind vergangen. Trotzdem, auch hier macht der Energy Boost™ einen gute Job.

4. Testkauf: Heute habe ich einen Halbmarathon mit dem Boost™ gelaufen, es sollte ein ruhiger Lauf werden, nicht besonders schnell, denn ich bin in der Vorbereitungsphase für den London Marathon (noch sechs Wochen), und hatte gestern bereits einen schnelle Einheit über 15,5 km absolviert. Die Strecke war fast ausschliesslich Asphalt, es war trocken, aber selbst an den Verpflegungsstellen hat das Profil einen guten Gripp. Für mich ist die Kombination aus der federnden Sohle und einer sehr flexiblen Fersenkappe nahezu perfekt.
Im Ziel war ich nahe an meiner Bestzeit. In dem Schuh fühle ich mich einfach wohl.

Fazit:
Nach einer Woche mit intensivem Lauftraining, alleine 60 km mit dem Energy Boost™, fällt mein Fazit sehr positiv aus. Das ist der beste Schuh, mit dem ich in den letzten Jahren laufen durfte. Sitzt und passt perfekt, die Sohle ist sehr direkt, den Rebound kann man fühlen, vielleicht wird man sogar schneller! Nur eins ist klar: Laufen muss man immer noch selbst!

Bewertung: 10/10 Punkten

Wenn du auch schon Erfahrungen mit dem Energy Boost™ gemacht hast, lasse es mich wissen.

 

Hier ein kleiner Update (10.08.2014)

Nach ca. 800 km Laufleistung ist der Energy Boost ™ noch fast wie neu! Das „dünne“ Profil der Firma Continental ist nur sehr wenig abgelaufen (siehe Bild), die Sohle noch immer sehr flexibel und das Obermaterial nahezu unverwüstlich.

Alle „Zusagen“ bzw. Versprechungen von adidas in das Material wurden somit eingehalten.

 

adidas Boost

Allerdings hat sich die enge Zehenbox des Schuhs als meine Achillesferse manifestiert. Ungefähr ab km 35 wird es im Schuh verdammt eng. Einen Marathon konnte ich zwar finishen, aber blutige Zehennägel waren die Folge. In der Folgezeit bin ich nur noch kürzere Einheiten bis maximal 25 km gelaufen und habe mich dabei sehr wohl gefühlt.

 

Zu Weihnachten, in Canada, konnte ich mir zum Schnäppchenpreis ein Nachfolgemodell zulegen, den adizero Adios Boost . Den Schuh hatte ich auf der Marathon Messe in Berlin gesehen und Probegelaufen. Ich empfand das Laufen sehr angenehm und habe den Schuh gleich auf meine Wunschliste gesetzt. Die Zehenbox ist weiter und somit für mich ideal. Der Schuh ist noch leichter, nur 228g (der Energy Boost™ 269 g). Er fühlt sich sehr gut an, drückt nicht, auch nach langen Läufen!! Die Sprengung ist geringer (8mm gegenüber 11mm) und nach ca. 650 gelaufenen km sieht auch dieser Schuh noch fast wie neu aus.

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Polar RCX3 GPS vs. Polar RC3 GPS

Als eingeschworener Polar Benutzer und Fan seit über 10 Jahren möchte ich mich vorab für die Adjektive im Testbericht entschuldigen, aber ich bin sehr begeistert von der RC3 GPS.

Ich konnte beide Uhren testen und bin letztlich von beiden überzeugt. Die RCX3 ist leichter (34g) und kleiner, passt zu schmaleren Handgelenken und sieht vielleicht etwas femininer aus, allerdings ist das GPS Bauteil (37g) extern. Im Vergleich ist die RC3 GPS etwas wuchtiger (56g), das Armband breiter (25mm). Die RC3 GPS ist die erste Polar-Uhr mit integrierter GPS Antenne. Bei beiden Systemen dauert die GPS-Suche in der Regel nur wenige Sekunden, zwischen Hochhäusern jedoch erheblich länger, manchmal bis zu 30 Sekunden.

Beide Uhren bieten die polartypische Menüführung und sind somit ideal für eine herzfrequenzbasierte Trainingssteuerung und -analyse. Sehr gut ist auch die mögliche Auswertung am PC bzw. via Polar DataLink zu
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www.polarpersonaltrainer.com ;

bei der RC3 wird während der Synchronisation gleichzeitig der Akku geladen, Betriebszeit ist je nach Trainingsalltag 7-10 Tage. Die RCX3 ist Batteriebetrieben, das GPS Bauteil hat einen Akku.

Die RCX3 ist wasserdicht und somit auch für Triathleten geeignet. Eine Besonderheit gibt es auch hier: Ein Batterie Sparmodus, das Display ist von 24:00 bis 06:00 ausgeschaltet, lässt sich aber mit Knopfdruck starten.

Die RC3 ist auch ohne Pulsfunktion erhältlich, macht aber meiner Meinung keinen Sinn, denn Polar heißt Herzfrequenz orientiertes Training!

GPS Sensor wie auch Sender bei beiden Uhren arbeiten nach dem W.I.N.D. Technologie.

Bei der RC3 lässt sich das GPS ausschalten, das spart Akku-Energie bei Indoor Aktivitäten.

Fazit:
Beide Uhren decken ein breites Spektrum von Einsatzaktivitäten ab, beide sind sowohl für Anfänger als auch für ambitionierte Sportler geeignet. Die Bedienungslogik ist plausibel, eben Polar! Und einfach nachzuvollziehen.

Als Negativpunkte sehe ich nur die nichtvorhandene Wasserdichte der RC3, vielleicht auch ein Schwachpunkt, die Abdeckung für das Anschlusskabel zum PC (die Belastbarkeit muss sich noch zeigen).
Die RCX3 ist wasserdicht hat aber leider ein externes GPS Teil.

Bewertung:
RC3 GPS 9/10 Punkten (für mich die beste Polar Uhr aller Zeiten)
RCX3 GPS 8/10 Punkten

Die warme Laufjacke

Kossmann VTL 3,0 Membran
Die Kossmann VTL 3,0 Membran Jacke ist dünn gefüttert mit neuem Innenmaterial, ist wind- und wasserdicht, bei kaltem Wetter hält sie was sie verspricht: angenehmer Tragekomfort, warm und trotzdem sehr elastisch. Die Jacke bleibt innen fast trocken und riecht kaum nach Scheiß. Optimal bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius bis in den Minusbereich. Ich bin jetzt mehrfach 90-120 Minuten bei minus 4-6 Grad Celsius gelaufen und spürte keine Kälte. Sinnvoll erscheint mir eine genaue Passgröße, normalerweise trage ich eine L, hier reicht M. Zum Unterziehen eignet sich hautenge Funktionswäsche, bei extremer Kälte ab minus 5 Grad Celsius empfehle ich ein zweites Shirt.
Mein Fazit ist äußerst positiv, die Jacke ist sehr elastisch und angenehm zu tragen, auch beim cool down bzw. Stretching noch mollig warm . Die Jacke wird in Deutschland hergestellt, dies erklärt vielleicht den etwas hohen Preis.
Gewicht: 380 g

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Bewertung : 9/10 Punkte

Wrightsock – Die Kuschelsocke

Auf der Messe zum Frankfurt Marathon hat mir eine Freund ein Paar Wrightsock’s mit den Worten: Die kannst du mal probieren und gleichzeitig für InterAir Werbung laufen.“ geschenkt. Gesagt, getan.
Der gemeine Wandersmann hat während eines 3-4 tägigen Marsches im Gebirge des öffteren mal geschundene Füße, wundgescheuert oder Blasen gelaufen. Um dies zu verhindern, tragen die Leute oft zwei Paar Socken. Ein Enges direkt am Fuß und ein Paar dicke Socken darüber, manchmal Hilft das!
Die gleiche Idee hatte die Gründerfamilie Wrightenberry in den 80er Jahren, eine dünne Innensocke , die den Fuß trocken hält und eine dickere Außensocke.
Das Ziel: Zwei Lagen neutralisieren die Reibung und verhindern dadurch die Bildung von Blasen und Druckstellen.
Der Preis für ein Paar bewegt sich zwischen 10 und 20 EUR je nach Länge und Material, also entsprechend dem Preis einer Laufsocke.
Fazit: Die Wrightsock fühlt sich angenehm weich und warm an, aber ich vermisse den „Kontakt zum Boden.“ Beim Laufen bleiben die Füße trocken. Im Winter sicherlich eine Alternative für Menschen mit Neigung zu kalten Füßen. Da ich bisher noch nie Blasen in meinen Laufschuhen hatte, ist die „Doppelsocke“ für mich keine Innovation die mich vom Hocker haut.
Bewertung: 05/10 Punkte
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Der etwas andere Schuhkauf – asics foot ID

Zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren habe ich die Gelegenheit genutzt und mir heute von asics die Füße vermessen lassen. Die junge Dame hat sich 30 min. mit mir, sprich meinen Beinen und Füßen beschäftigt, die Fußlänge, den Ballenumfang, die Fersenbreite, die Spannhöhe, die Fußgewölbenhöhe, den Fersenwinkel und den Zehenstand vermessen, aufgrund dieser Daten wird ein Profil erzeugt. Eine Laufstilanalyse und die Fußabdrucksform vervollständigen die benötigten Informationen um den „richtigen“ Laufschuh zu finden.
Die persönlichen Anmeldedaten, das System vergibt eine 12 stellige Läufer -ID, werden eingelesen und mit der asics-Datenbank verglichen. Nun kann ich meine Füße mit Läufern aus ganz Europa vergleichen.
Das hilft mir natürlich nicht viel, den Laufen muss ich ja immer noch alleine, aber die Datenbank hilft asics!!
Was bleibt für mich: Die Dame von asics war kompetent und hat mir zwei Schuhe zum Probelaufen herausgesucht, den Gel-Exel 33 und den Sky Speed 3. Im Sky Speed habe ich mich sehr wohl gefühlt und mit nach Hause genommen. Er ist ein leichter Trainings- und Wettkampfschuh, hat eine recht enge Zehenbox und durch die asymmetrische Schnürung passt er wie angegossen. Für Neutralläufer reicht das Gel-Dämpfungssystem im Rück- und Vorderfußbereich vollkommen aus, durch die vertikale Flex-Kerbe empfinde ich die Abrollbewegung als nahezu optimal. Die geringe Sprengung von 8 mm macht sogar einen leichten Barfußeffekt. Nach vorsichtigem Einlaufen komme ich sehr gut mit dem Schuh zurecht und werde meinen nächsten Halbmarathon mit dem Sky Speed laufen.

Bewertung:
Service asics foot ID 9/10 Punkte
Sky Speed 9/10 Punkte