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Nebular Fire Runners‘ Headlamp

Warum eine Stirnlampe? Dafür gibt es eigentlich zwei Gründe. Erstens: Die passive Sicherheit, man wird bei Dunkelheit früher wahrgenommen. Zweitens: Der Lichtkegel ermöglicht ein gefahrloses Laufen bei Dunkelheit.

Im Winter habe ich mir die Lampe zugelegt und auch ein paar Mal getestet, so richtig begeistert war ich damals nicht, denn man trägt sie ja am Kopf (ist sinnvoll). Mützen und Hütte kann ich eigentlich nicht ab, habe immer das Gefühl, die engen mich ein. Aber die Sicherheit geht vor und außerdem wollte ich bei den Bieler Lauftagen starten und meinen ersten Ultra absolvieren. Start 23 Uhr Abends, also in der Nacht!

Jedenfalls habe ich mich für die Nebular Fire entschieden und das war richtig!

Die Leuchtdauer ist bis 25 Stunden, der Lichtkegel ist individuell einstellbar. Fünf verschiedene Laufeinstellungen sind je nach Umgebungslicht wählbar. Durch das sogenannte RunWave System, kann durch wischen vor der Linse, die Helligkeit verändert werden. Das lästige Knöpfe suchen entfällt.Der Lampenkopf lässt sich justieren.

Obwohl das Batteriefach (Akku) vorne integriert ist, lässt sich die Nebular, wegen ihres geringen Gewichtes (87g), sehr einfach tragen. Bei maximal 192 Lumen ist die Reichweite 41 m, bei einer mittleren Einstellung reicht der Lichtkegel bis 25 m (80 Lumen bis 6,5 Stunden). Diese Einstellung habe ich für den Nachtlauf in Biel gewählt. Der Lichtkegel war gleichbleibend stabil, die gefühlte Sicherheit beim Laufen hervorragend. Bei Asphalt und Beton total unproblematisch, auf Naturwegen fehlte mir die Erfahrung, manchmal hatte ich die Schattierungen falsche interpretiert. Nach einigen km gewöhnt man sich sehr gut an Lichtverhältnisse. Ich habe die Stirnlampe ca. 4 Stunden am Stück getragen (genutzt) und bin sehr zufrieden. Der Tragekomfort ist dank eines 25 mm breiten Mesh Bandes angenehm.

Aktueller Preis: 60 US$ Nathan Sports Farbe: Blau und Grau
https://www.nathansports.com/nebula-fire-runners-headlamp-5100n
Bewertung: 10/10 Punkten

Dolce Vita – Das schöne Leben während der Weihnachtszeit

Nach meiner Teilnahme am Athen Marathon am 13. November habe ich mein Trainingspensum erheblich reduziert und eine 8 wöchentliche Regenerationsphase eingelegt. Regeneration ist gut und bereitet den Körper auf das nächste Trainingspensum bzw. Leistungslevel vor, aber irgendwie hat mein Körper das wohl falsch verstanden.

So wie der Saturn einen Ring um seine Äquator sein eigen nennt, so besitze ich jetzt auch eine Ring um die Körpermitte. Allerdings is mein Airbag nicht aus Fels und Eis sondern aus Lebkuchen und Dominosteinen. Irgendwie bekommt mir der Müßiggang nicht.

Müßiggang ist nicht der richtige Ausdruck, denn von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt und von Festessen zum Nächsten das ist natürlich auch anstrengend und muss richtig geplant werden. Stell dir vor, du sitzt an einem gedeckten Tisch und hast keinen Hunger. Leckerer Gänsebraten mit Knödel und Rotkohl und kein Appetit. Ja, was nun? Käsefondue und Raclette, alles gehört auf den Winterspeiseplan. Ein Glas Wein zum Essen und noch ein Dessert. Da bleibt auch noch das Schokolade verkosten. Ich habe gehört, wenn man beim Schokolade essen leicht springt, dann bleiben die Kalorien nicht an der Hüfte hängen.

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(Der Schokoladentester von Georg Bernardini ISBN 978-3-00-039820)

Alles nur Gerüchte! Endlich ist es Januar und die Zeit der Festlichkeiten is vorbei. Ich erinnere mich noch wage an ein geregeltes Läuferleben.

Nach dem Motto: Läufer werden im Winter gemacht, Jogger im Sommer, beginne ich mit dem Training. Zum Glück ist der Winter noch neun Wochen lang und vielleicht wird das nach was mit mir. Die Belastungen langsam und regelmäßig steigern, das Trainingsprogramm wird auf meine Ziele abgestimmt und los geht’s.

Die erste Trainingswoche liegt bereits hinter mir und heute habe ich das tolle Winterwetter zu einem 16 km Lauf genutzt. Wobei Laufen, das war mehr groven! Auf alle Fälle hat es riesig Spaß gemacht. Bewegung tut einfach gut und macht jede Menge Appetit – auf mehr Laufen!

Grundlagenausdauer, Stabitraining und Indoor Cycling werden nich die nächsten sechs Wochen begleiten und dann habe ich noch drei Wochen um mich speziell auf den ersten Frühjahrsmarathon, in Barcelona, vorzubereiten. Ich freue mich jetzt schon auf den Zieleinlauf. Jeder Marathon ist ein Geschenk.

Ich wünsche euch viel Spaß im Training und viel Glück bei der Umsetzung euere Ziele für das Jahr 2017.

Erinnerungen an das Läuferjahr 2016

2016 war für mich ein herausragendes Läuferjahr, zum eine gehöre ich nun zum „exquisiten Kreis der Six Star Finisher“ – dazu komme ich später- und zum anderen habe ich mir sehr viele Gedanken über ein ideales Verhältnis von Training und Regeneration gemacht. Denn das beste Training nutzt nichts, wenn du während der Vorbereitung auf ein für dich wichtiges Rennen durch Verletzungen zurückgeworfen wirst oder vielleicht sogar an „deinem Tag“ nicht starten kannst.

Nimm dir Zeit für dich, höre in deinen Körper und verplane nicht jede Kleinigkeit, denn eine PB lässt sich zwar planen aber die Umsetzung ist dann doch noch mal etwas anderes. 2016 hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, gut für sich zu sorgen und bewusst zu bleiben, sich immer wieder zu reflektieren und dann den Blick auf das wirklich wichtige zu werfen, Kraft zu tanken und nach vorne zu schauen. Raus gehen in die Natur um einfach nur zu Laufen,
daraus schöpfe ich meine Kraft, meine Gelassenheit und die Klarheit meiner Gedanken.

Manchmal muss es auch mal was Neues sein. Die deutsche Meisterschaft im Treppenlauf, der SkyRun Messe Turm Frankfurt.

Durch meine regelmäßige Teilnahme an den Sonntagsläufen der Adidas Runner Frankfurt habe ich viele junge, begeisterungsfähige Läufer kennengelernt. Hier kann ich als alter Hase meine Erfahrungen weitergeben und bekommen nebenbei eine Art „Frischzellenkur“. Neben drei Laufterminen pro Woche stehen auch regelmäßig events auf dem dem Programm, einer davon war die Teilnahme am SkyRun. Ein sehr schön organisierter, extrem anstrengender Wettkampf. 1202 Stufen, 61 Etagen ca.222 Meter in die Höhe.

Das highlight des Jahres war jedoch die Teilnahme am 120. Boston Marathon im April. Abflug am Donnerstag in Frankfurt bei frischen 10-12 Grad Celsius, Temperatur während des Rennens 26 Grad Celsius, Sonne pur, Gegenwind auf den letzten 15 km, eine fantastische Stimmung an der Strecke die jeden Läufer über die Ziellinie getragen hat. Vielleicht mein bisher schwierigster Marathon.

Tokyo, London, Boston, Berlin, Chicago und New York. Was haben diese sechs Großstädte gemeinsam? Alle sind Touristenmagnete und durch ihre Strassen führt jeweils einer der World Marathon Majors. Jahr für Jahr nehmen hier tausende von Athleten an den Rennen teil, aber nur gut 800 Läufer aus 60 verschiedenen Nationen gehören zum exquisiten Kreis der „Six Star Finishers„, die alle sechs Majors erfolgreich absolviert haben. Überglücklich. Ziel erreicht, ich bin seit April einer davon.

Vier weiter Teilnahmen an Marathon Rennen stehen für 2016 in meinem Buch: JVA Darmstadt, Basel Marathon, Frankfurt Marathon und zum Jahresabschluss der authentic Athen Marathon.

Von Marathon nach Athen zu laufen gehört unbedingt auf die to do Liste eines Läufers, hier wurde der Marathonlauf 1896 bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit „erfunden“. Heute läuft man auf einer für die olympischen Spiele 2004 neu ausgebauten, vierspurigen Schnellstrasse von Marathon nach Athen mit Ziel im Panathenaic Stadion, dem alten Olympia Stadion.

Natürlich habe ich mir auch für 2017 ein paar Ziele gesetzt, um hierfür den nötigen Motivationsschub zu erhalten, habe ich mein Equipment erweitert. Unter anderem mit der Polar M600, einer Runners‘ Headlamp (Nebular Fire) von Nathan und auch ein Paar neue Laufschuhe, Adidas Raven. Testberichte werden folgen.

Meine Top’s für 2016

Ernährung: Basenfasten nach der Wacker-Methode
Serien: House of Cards (Vergleiche mit Donald Trump sind angebracht)
Buchtipp: Der Schokoladenteaster von Georg Bernardini
Film: Ewige Jugend von Paolo Sorrentino

Eine Woche Basenfasten nach der Wacker-Methode

Zuerst ein Paar Worte zur Begriffsdefinition.

Was ist Basenfasten – Die Wacker- Methode?

“ Die Methode basenfasten wurde im Jahr 1997 von Familie Wacker aus Mannheim entwickelt und ist keine Therapieform, sondern eine zeitlich begrenzte Ernährungsweise, die den Umstieg in eine dauerhaft gesunde Ernährung und Lebensweise erleichtert. Basenfasten – Das ist das Fasten mit mit Obst und Gemüse – also ein Fasten mit Biss.

Sie erhalten während Ihrer Kur alles, was der Körper basisch verstoffwechseln kann, das sind im wesentlichen Obst, Gemüse, Salate, Kräuter; Pilze, Kartoffeln und viele Nüsse. Zubereitet mit hochwertigen Ölen lassen sich daraus köstliche Gerichte zaubern, so dass Sie, wie jeder andere Hotelgast vom Frühstück bis zum Abendessen einen gedeckten Tisch mit dem regionalen Obst- und Gemüseangebot vorfinden. Die Köche in Ihrem basenfasten Hotel sind speziell darauf geschult.“

(aus „Meine basenfasten Kur“ ; Sabine Wacker)

Das Ziel

Ziel ist es, sich während der Fastenwoche völlig frei von tierischem Eiweiß und von Getreide zu ernähren. Durch das Weglassen säurebildender Nahrungsmittel können sich z. B. die Verdauung verbessern oder sogar Allergien zurück bilden.
Während des basenfastens wird der Stoffwechsel angeregt, eingelagerte Säuren können mobilisiert werden und müssen danach nur noch ausgeschieden werden, hier hilft eine Darmreinigung. Diese sollte alle zwei bis drei Tage durchgeführt werden um Gärungen im Darm zu verhindern.
Ein weiteres Ziel der Kur ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung auf eine basenreiche und vitalstoffreiche Vollwertkost.

Der Speiseplan

Frühstück: Eine Variation des basischen Müslis

Mittagessen: Ein bunter Rohkostsalat der Saison, danach ein Gemüsegericht

Abendessen: Eine Gemüsesuppe der Saison und/oder Gemüse der Saison

Getränke: Ingwerwasser, Verdünnte Kräutertees und stilles Mineralwasser (insgesamt 2,5-3 Liter täglich trinken)

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( Das Auge isst mit; aus der Küche von Dieter Riedelbauch)

Die Sieben Tage Kur

Die einzige Vorbereitung auf das Basenfasten, ist das rechtzeitige Weglassen von Koffein. Ich habe somit die letzten 3-4 Tage auf Kaffee und meistens auch auf Grünen Tee verzichtet. Während des Fastens könnte es zu Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen und Kreislaufschwächen kommen, ich hatte diesbezüglich allerdings keine Probleme.
Anreisetag war Samstag, Abendessen noch „normal“, im Landhotel Riedelbauch wurde Brot und hausgemachter Kräuter- und Knoblauchkäse serviert.

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Mit einem leichten Frühstück (Obst) am nächsten Morgen beginnt die sieben tägige basenfasten Kur. Heute steht auf dem Programm: ein Fußbad, eine lange Wanderung und Darmreinigung!

Während der basenfasten Kur sollte man auf Leistungssport verzichten. Ich habe das Gefühl, die Glykogenspeicher leeren sich, also wenn schon Training dann im Fettstoffwechsel Bereich (Trainingsbereich 2). Die ersten fünf Tage vergehen sehr ruhig und ohne Stress. Der Körper gewöhnt sich an die basische Ernährung, kein Füllegefühl, die Verdauung funktioniert sehr gut. Ab und zu kommt etwas Hungergefühl auf, als Zwischenmahlzeit haben wir umgeschwefelte Trockenfrüchte und Wallnüsse eingepackt, das hilft und trinken, trinken und nochmal trinken.

Am Donnerstag verzichte ich auf die dritte Darmreinigung und lasse mir bei den Mahlzeiten noch einen Nachschlag servieren. Das Hungergefühl lässt nach – „ich baue wieder auf!“

Am Freitag möchte ich das hügelige Gelände für einen längeren Trainingslauf nutzen. 15,2 km bei ca. 400 HM habe ich locker bei 5:30 min/km Schnitt absolviert.(Trainingsbereich 3)

Heute wird die Verdauung langsam an tierisches Eiweiß herangeführt. Zum Frühstück, im Müsli zwei Löffel Joghurt, zum Mittagessen ein Stück Seibling und zum Abend ein Grillteller (nur Gemüse und Kartoffel).

Am Samstag ist Abreisetag, schade die Woche ist schon wieder vorbei. Ich habe die Woche bei Riedelbauch’s sehr genossen. Es war eine lehr- und abwechslungsreiche Woche mit vielen Gesprächen über Ernährung und deren Auswirkung auf unsere Gesundheit im allgemeinen und im speziellen, über Warenkunde – wie kann mein Körper die Nährstoffe am besten nutzen.

Mein Resümee: Die Woche hat mir sehr gut getan, ich fühle mich sehr entspannt und erholt! Bei Riedelbauch’s ist man sehr gut aufgehoben. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Eine Woche basenfasten in Kleinwendern kann ich nur empfehlen.

Mein Wochenprogramm:

Samstag: Anreise

Sonntag: Fußbad, 3 Stunden Wanderung, Darmreinigung, Physiotherm Kabine

Montag: „Leberwickel“, Massage, 9,2 km leichte Dauerlauf, Wandern

Dienstag: Fußbad, Wandern, Physiotherm Kabine, Darmreinigung

Mittwoch: „Leberwickel“, 11,7 km leichter Dauerlauf, Honig-Massage, Wandern,

Donnerstag: Fußbad, Wandern, Physiotherm Kabine

Freitag: 15,2 km Herzkreislauf Training mit Bergaufläufen, Wandern

Samstag: Abreise

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PS. Wandern mit Haylie! Alternative zum Wandern, MTB Strecken und Skilanglauf im Winter.

Erstes Ziel erreicht

Als spät startender „Hobbyläufer“ ist es mein Ziel, an für mich interessante Veranstaltungen erfolgreich zu starten. Erfolgreich heißt, gut vorbereitet zu sein und mit Spaß den Lauf zu finishen. Wobei der Spaß auch manchmal Schmerzen verursachen kann. Im Ziel angekommen sind diese „Schmerzen“ dann auch wieder schnell verflogen und der Stolz auf das erreichte überwiegt.

Mit meinem Zieleinlauf beim diesjährigen Boston Marathon habe ich eines meiner großen Ziele, als Läufer, erreicht und alle Marathon Majors gefinished.

Die Abbott World Marathon Majors ist eine Serie der sechs größten und renommiertesten (Marathon-) Laufveranstaltungen der Welt, im Jahresverlauf starten die Teilnehmer in Tokyo, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

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worldmarathonmajors.com/marathon-stars/six-star-finishers

Sicherlich starten die Läufer nicht an allen Majors innerhalb eines Kalenderjahres. Für die Amateure ist das eher ein finanzielles Problem und für die Profis, ein Qualitätsproblem, denn auch sie können nicht über zehn Monate in Topform sein bzw. keine sechs Rennen auf Weltklasse Niveau beenden. So habe ich für das Erreichen meines Zieles ca. 4 ½ Jahre benötigt. Die Planung und Anmeldung für New York Marathon begann sogar schon im Frühjahr 2011.

Für mich sind die Majors immer das Highlight des Jahres, zum einen wegen der Reise (-eindrücke) und zum anderen wegen des „Zeitplanes“. Am Wettkampftag fit und gesund an der Startlinie zu stehen, ist über eine längere Zeitspanne sicher für jeden eine Herausforderung. Planung und Disziplin sind hierbei nicht nur im Training wichtig. Regeneration und Ernährung sind die entscheidenden Faktoren. Hier habe ich sehr viel ausprobiert und bin für mich viele neue Wege gegangen. Wärmebehandlungen, regelmäßige Massagen und eine Umstellung der Ernährung sind einige Punkte auf der To-Do Liste.

Was bleibt, sind neue Ziele.

Ich bin noch nicht in Afrika und Australien gelaufen. Der Two Oceans in Südafrika und der Melbourne Marathon schwirren noch in meinem Kopf herum, dazu gehört auch der Wunsch, ein zweites Mal in New York zu starten und dann die Mutter der Marathons „Athen“. Europa ist groß und viele Veranstaltungen suchen Teilnehmer. So lange es Spaß macht, laufe ich weiter.

In diesem Sinne verbleibe ich mit Emil Zatopek: „Wenn du laufen willst, dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“

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Das etwas andere (Lauf-)Souvenir.

Der letzte Schliff- „Trainingslager auf Föhr“

Es ist wieder so weit, Osterferien und Urlaub auf meiner Lieblingsinsel Föhr. Dieses Jahr leider nur eine gute Woche, Zeit für 6 Trainingseinheiten. Geplant sind Läufe am Stand und in den Dünen. Auf der Insel kommt der Wind immer von vorne, so wie immer! Also nichts Neues!!

Letztes Jahr hatte ich zu diesem Zeitpunkt meinen Saisonstart bereits hinter mir, Tokyo gefinished und für den 4. Föhr Marathon gemeldet. Jetzt möchte ich die letzten harten Trainingseinheiten absolvieren um bestens für Boston vorbereitet zu sein.

Geplant ist ein Rhythmus 3+1, d.h. das Verhältnis von Trainings- und Ruhetagen. Zwei lange Läufe von mindestens 30km bilden das Herzstück des Trainingsplans. Die Trainingsmischung aus langen und schnellen Läufen, d.h. aerob zu anaerob sollte bei etwa 80:20 liegen.

Mein Programm sieht folgendermaßen aus:

Tag 1: Tempotraining oder Intervalle (10-15 km)
Tag 2: Langer Lauf (30-35km)
Tag 3: Auslaufen inclusive work out (10km)
Tag 4: Massage und Sauna evtl. auch Schwimmen

Um mein Trainingsprogramm zu tracken benutze ich zum ersten Mal die Laufapp Strava.com. Hier kann ich vielleicht auch mein Intervalltraining aufzeichnen bzw. auswerten.

Erste Versuche auf Strava: langer Lauf

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www.Strava.com

Trainingsplan erstellen und umsetzen sind zwei Paar Schuhe, so war es auch letzte Woche. Abhängig vom Wetter (starke Windböen bis 95 km pro Stunde) und der „Freizeitplanung“ habe ich dann etwas umdisponiert.

Bei Rückenwind (sehr selten) musste ich aufpassen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km einzuhalten (haha). Bei Gegenwind am Südstrand ging der Puls um bis zu 28 Schlägen hoch, so wurde aus extensivem Dauerlauf eine anaerobe Einheit. 1,5km Vollgas, fühlte sich an wie bergauf laufen.

Bei diesem Schmuddelwetter war ich zum ersten Mal über die Kapuze der hurrican 110 glücklich. Bei starkem Wind und Regen, die Regentropfen piksten wie Nadelstiche, zog ich schützend die Kapuze über den Kopf. Das war ein angenehmes Gefühl und ich konnte meinen 30er zu Ende laufen. So muss eine Windjacke sein!

26.03.: 30,1 km 5:50 min/km
27.03.: 11,1 km 5:15 min/km, 10x 400-500 m Intervalle
28.03.: 12,3 km 5:50 min/km
30.03.: 13,6 km 5:14 min/km, 6x ca.1.000 m Intervalle
31.03.: 30,0 km 5:49 min/km
01.04.: 9,6 km 6:05 min/km

Alles in allem bin ich mit meinem Training sehr zufrieden, ich bin in 7 Tagen noch nie so viel gelaufen. Das Trainingspensum fiel mir leicht, die Regeneration hat gut funktioniert. Jetzt habe ich noch 2 Wochen bis zum Start in Boston. Die Vorfreude steigt.

Ein Trainingslauf mit 4800 Gleichgesinnten

Den Trainingsalltag vergessen, mit Freunden treffen und das schöne Laufwetter genießen, das war die Motivation zur Teilnahme am 14. Frankfurter Halbmarathon, 5 Wochen vor meinem Start beim 120. Boston Marathon.

Thomas und Marc hatten Halbmarathon Premiere und waren etwas nervös, Jörg und ich wetteiferten, wer wohl den größeren Trainingsrückstand habe und wie wir das „Rennen“ angehen wollen. Für mich waren die letzten Wochen, was das Training angeht recht durchwachsen. Mit dem Regenwetter und dem Gegenwind konnte ich nicht wirklich umgehen und hatte meinen Trainingsplan völlig über den Haufen geworfen und einfach nur gekämpft.

Was ich heute versuchen wollte: 10-15 km Tempolauf und dann gemütlich zu Ende rollen, vielleicht auch ein Gruppe mit gleichem Tempo finden und im Windschatten laufen. Das war der Plan!

Die ersten 3 km sind relativ eng und jeder versucht sein Tempo zu finden, danach ist das Feld sortiert und bei mir läuft es rund! Tempo ist wie gewünscht, alles gut.

Am Main überholen mich lautstark schnatternd 3 Läufer, der eine trägt eine Laufjacke Kossmann 3,0. Ich wundere mich schon, ist doch viel zu warm für diese Winterjacke, der wird sich zu Tode schwitzen. Schon lässt er sich zurückfallen und ruf mir zu: „Hallo Klaus, viel Spaß beim Lauf“, es ist Jost Wiebelhaus. Ich glaube er begrüßt heute alle seine Kunden, läuft nur kurz mit ihnen mit und wandert bis zum Ziel. Naja, dann passt das auch wieder mit der Winterjacke!

Der Wind kommt von Osten, am Mainufer haben wir Gegenwind. Windschatten wäre jetzt sehr schön aber leider nicht zu finden, dafür scheint die Sonne. Alles bestens. Bei 10 km liege ich voll im Plan, also das Tempo beibehalten und noch 5 km durchhalten.

An der Getränkestation auf der Isenburg Schneise lasse ich mir jede Menge Zeit, trinke 2 Becker Wasser und laufe gemütlich weiter, 15 km locker bei einer Pace von unter 5 min/km – Tagesziel erreicht.

Etwa bei km 16,5 ist die Kehrtwende und es geht dem Ziel entgegen. Ich schaue mir meine Mitläufer an und wundere mich über den ein oder anderen. Direkt vor mir überprobiert einer so stark, dass er auf dem Obermaterial läuft – wie kann man seine Schuhe nur so quälen. Der „Holzfäller“ sollte sich mal beraten lassen oder einen Trainer nehmen, geht mir durch den Kopf. Zur gleichen Zeit werde ich „elfenhaft“ von einer jungen Dame überholt, klasse Laufstil und ein tolles Outfit. Sie ist jetzt ca. 10 m vor mir, der ideale „Zugläufer“ und ich erhöhe mein Tempo wieder. Den letzten km laufe ich unter 4 Minuten und im Ziel bedanke ich mich artig für ihre Unterstützung. Danke Maleen!

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Mit dem heutigen Start habe ich mein Ziel erreicht und mir Motivation für die nächsten 5 Trainingswochen geholt, die Vorfreude auf Boston steigt. Ich werde zeitnah berichten!

Warum Laufsocken?

Heute steht mal wieder ein langer Lauf auf dem Programm. Während ich km um km bei Gegenwind abspule, habe ich genügend Zeit über wichtige Dinge nachzudenken, wie Politik, Familie, Beruf oder das Wetter.

Meistens gehen mir aber ganz banale Dinge durch den Kopf. Warum sind 35 km so lange, oder habe ich die Woche schon die Laufschuhe gewechselt bzw. wie viele km hat das Paar in denen ich z. Z. unterwegs bin schon auf dem Buckel oder ganz einfach warum drückt der Schuh!

Gestern hatte ich einen Artikel über Laufsocken bei Achim-Achilles gelesen und heute geht er mir nicht aus dem Sinn: „Laufschuhe stehen im Rampenlicht, die Laufsocke spielt eine Nebenrolle.“

Ja, wenn ich so darüber nachdenke, ist das genauso! Zum Beispiel bei uns im Sportstudio, trainieren sehr viele Mitglieder in Baumwoll- oder Wollsocken, im Umkleide- bzw. Duschbereich liegen jede Menge Flusen herum und verstopfen den Ablauf, sehr appetitlich.

Tragen die Kollegen tatsächlich Sportsocken, sind sie oft zu groß. Dies kann bei längeren Läufen zu Blasenbildung führen. Laufsocken müssen passen, eng sitzen und dürfen nicht verrutschen.
Gute Laufsocken tragen erheblich zum Komfort bei und können sogar die Laufleistung verbessern. Dünne Socken haben einen direkten Schuhkontakt und verbessern die Kraftübertragung.

Dicke Socken dämpfen und sind vielleicht beim Wandern zu bevorzugen aber beim Laufen? Ich mag auch in der kalten Jahreszeit keine Wintersocken, denn ich hatte beim Laufen noch nie kalte Füße, manchmal kalte Hände (heute), aber dafür gibt es ja Handschuhe (vergessen)!

Was kann ich euch raten? Nie ohne Strümpfe, dafür immer mit passenden Laufsocken trainieren, die Socke sollte eng anliegen, d.h. Sockengröße = Fußgröße und stimmt mit der Schuhgröße nicht überein (die ist ja immer etwas größer). Laufsocken sollten mit links und rechts gekennzeichnet sein. Das macht Sinn, denn der Fuß ist meistens an der Innenseite am längsten und somit benötigen wir zwei unterschiedliche Socken. Aber nicht nur L und R ist wichtig, sondern die Polsterungen müssen an der richtigen Stelle eingearbeitet sein. Wenn das alles stimmt, dann reibt nicht die Socke sondern es drückt der Schuh.

Also auch hier gilt ausprobieren! Ich laufe seit ca. 4 Jahren mit compressport Socken und bin sehr zufrieden, bei jedem Wetter. Selbst in Kopenhagen, bei strömendem Regen und nassen Schuhen, konnte ich ohne Probleme den Marathon finishen.

Die Vorteile von compressport Socken: Die ergometrisch geformte Socke hat eine 100% nahtfreie Zehenbox und ist durch Mesheinsätze atmungsaktiv und schnell trocknend. Die 3D Dots an den Knöcheln und Achillessehne helfen dabei, Erschütterungen abzufedern und das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Asics MetaRun

Zum Anfang meines Läuferlebens startete ich mit Asics Schuhen, trainierte regelmäßig unregelmäßig und versuchte meine Laufleistung allmählich zu steigern. Seit einigen wenigen Jahren laufe ich auf amtlich vermessenen Marathonstrecken, habe meine Trainingskilometer Woche für Woche erhöht und nutze auch andere Schuhmarken (adidas, Brooks, Newton, Salomon), mittlerweile besitze ich für fast jeden Anlass den passenden Schuh. Obwohl ich das zu meiner Anfangszeit nicht für möglich gehalten hätte. Meine Lieblingschuh wird schon lange nicht mehr von Asics produziert, Adidas und Brooks sind meine Favoriten. Durch die neue Technik des Asics MetaRun könnte sich das wieder ändern.

MetaRun---5-New-Technoloogies

Foto:Hersteller

Laut Firmenangaben , soll die neue Technologie in den nächsten Monaten und Jahren auch in die anderen Asics-Modelle integriert werden.

Fünf neue Technologien (Information vom Hersteller):

1. Geringeres Gewicht- mehr Dämpfung:

Die revolutionäre FlyteFoam-Mittelsohle des MetaRun ist 55% leichter als der Branchenstandard.

Sie ist auch elastischer als je zuvor. Integrierte organische Fasern sorgen dafür, dass die Mittelsohle zwischen den Schritten sofort ihre ursprüngliche Form wieder annimmt. So genießt man maximale Dämpfung bei jedem Schritt.

2. Adaptives Stabilitätsprogramm

Durch eine mit Karbonfasern verstärkte zweiteilige AdaptTruss-Technologie bietet der MetaRun optimale Stabilität und Flexibilität.

Der MetaRun passt sich an den individuellen Laufstil an, er ist flexibel, wird aber automatisch kompakter, wenn sich das Fußgewölbe zu sehr absenkt. Dies verringert den Druck auf den Fuß und sorgt für ein ganz neues Laufgefühl.

3. Ein Exoskelet das sich die Fußform merkt

Egal ob man gerade beim Stretching bist oder die 10Km-Marke erreichst, der neue X-förmige Aufbau des externen Clutch-Counter-Systems umschließt die Ferse optimal.

Der Aufbau des externen Clutch-Counter-Systems umschließt die Ferse optimal. Dank Memory-Foam bietet der MetaRun immer eine optimale Passform am Fuß.

4. Entwickelt für perfekte Passform

Ein neues einlagiges Mesh minimiert die Reibung zwischen Fuß und Obermaterial und bietet eine enganliegende, perfekte Passform.

Eine einzigartige Kombination aus dichtem und weiterem Gewebe optimiert die Flexibilität und Atmungsaktivität.

5. X-Gel

Das bereits etablierte Asics Gel wurde von Asics noch weiter entwickelt. Es soll für eine verbesserte Dämpfung sorgen.

Der Lauftest (die ersten ca. 150km)

Der MetaRun wiegt bei Größe 42,5 304 Gramm ( 20 Gramm leichter als der Kayano 21). Ich habe das Gefühl, der Schuh ist sehr groß, er fühlt sich fest und „steif“ an. Auffällig ist die hohe Ferse, welche für einen besseren Halt am Knöchel sorgen soll. Die Sprengung liegt bei 10 mm.

Von der erste Tranche wird es nur 60.00 Schuhe geben. In Deutschland werden nur 2.000 Paar in den Einzelhandel kommen.

Meine Testläufe:

1. Lauf: 7 km auf dem Laufband, 1,5% Steigung, Pyramidenlauf bis 4 min/km.

2. Lauf: 12 km auf Asphalt und Kopfsteinpflaster, Untergrund feucht bis nass, sehr guter Halt. Lauftempo 48 Min. für 10 km

3. Lauf: 20 km, Untergrund Asphalt, trocken. intensiver Dauerlauf 5:50 min/km

4. Lauf: 14 km, Laufband 1,5% Steigung, 6:10 min/km

5. Lauf: 13,7 km, Untergrund Asphalt, nass, 5:30 min/km

6. Lauf: 21,8 km; Untergrund Asphalt und geschotterte Waldwege, Schnee und Schneematch. 6:05 min/km

Zur Zeit befinde ich mich noch in der Aufbauphase und lange Läufe über 30 km liegen noch nicht im Plan, um dies zu simulieren habe ich die letzten zwei Läufe innerhalb 24 Stunden absolviert (13,7+21,8=35,5 km).

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7. Lauf: 14,8 km, Untergrund Asphalt, trocken, schnellster km 4:27 min/km

8. Lauf: 32,4 km , Untergrund Asphalt, trocken . 5:45 km/min.

Nach ca. 150 km „Laufleistung“ komme ich zu einem absolut positiven Ergebnis. Der Schuh ist sehr trittsicher, auf jedem Belag und bei jedem Wetter. Obwohl er klobig aussieht, fühlt sich der MetaRun am Fuß leicht und stabil an. Ob bei langsamen oder schnellen Laufen ist das Fußbett und die Dämpfung für meine Füße optimal. Bisher habe ich immer hohe Fersenkappen als lästig empfunden, hier spüre ich sie kaum und glaube sogar dem Hersteller, sie gibt einen gute Stabilität.

Mein Schuhverkäufer sagt immer: „Ein guter Schuh muss schon ohne Schnüren passen“, das trifft hier zu. Die Zehenbox ist sehr komfortabel, nichts reibt oder drückt. Allerdings war mein weitester Lauf bisher nur 32,4 km, da ist noch mehr drin. Laut Alistair Cameron, CEO von Asics Europa, soll der MetaRun,“der beste Long Distance Schuh in der Geschichte von Asics sein.“

Ich bin sehr positiv gestimmt und möchte meinen Boston Marathon am 18. April 2016 gerne mit dem MetaRun absolvieren. Falls ich eine PB erreichen sollte, bekommt der Schuh einen Platz in der Vitrine. (ich werde berichten)

Bewertung: 10/10 Punkten (allerdings muss man hier den Preis außer acht lassen!!)

Ich hoffe, dass die Innovationen der Asics Ingenieure schnellstmöglich in die anderen Modellreihen integriert werden und die Preise der „neuen“ Schuhe durch die Massenproduktion erschwinglich bleiben bzw. werden. Dann kann Asics wieder zu meiner Marke werden!!

Update:23.Mai 2016
Gelaufene km 452

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Nach zwei Marathons , in Boston und Darmstadt , und ingesamt 452 gelaufenen Kilomtern, muss ich leider ein paar Abstriche in der Bewertung vornehmen. Bei einem Schuh in dieser Preisklasse (EUR 250,00) darf meiner Meinung nach das Material nach solch kurzer Zeit keinen Schaden nehmen. Natürlich ist das extrem hohe Clutch-Counter-Systems im Fersenbereich neu entwickelt, aber das Material sollte doch Reibung aushalten, oder? Mal schauen wie der Schuh die nächsten 500 km aushält.

Version 2

Angenehm finde ich weiterhin die Passform, selbst nach 42 Km fühle ich mich noch wohl im Mega Run.

Bewertung: 07/10 Punkten

Hurrican 110 von compressport

Bisher habe ich in meinem Blog noch keine Testergebnis von Produkten veröffentlicht, welche
ich über meine Homepage vertreibe. Heute eine Ausnahme:
Ich möchte euch den Windstopper „Hurrican 110“ von compressport vorstellen. Meine Begeisterung während der Testphase, für das Produkt, muss ich einfach (mit-)teilen.

Meine Erfahrung mit compressport – Neuprodukte werden bereits im Katalog oder auf Messen vorgestellt, kommen aber noch nicht zur Auslieferung – hat sich hier wieder bestätigt. Bereits
im Frühjahr 2015 angekündigt (die Jacke hätte ich gerne in Tokyo getragen) durfte ich das Leichtgewicht erst Ende August in Händen halten. Schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.

An den letzten August Tagen waren die Temperaturen noch zu hoch, um mit Jacke zu Laufen. Aber am ersten Samstag im September, endlich nur noch 12Grad Celsius, Wind und Regen, einfach klasse Bedingungen für den ersten Test. Kurze Hose, On/Off Shirt, Jacke drüber, Brille auf die Nase und ab geht’s zu einem 21km Trainingslauf.

Die ersten Eindrücke: Die Jacke ist ein echter Windstopper! Durch das eingepasste, atmungsaktive Rückenteil (3D Extensor = gleiches Material wie die On/Off Shirts) bleibt das „Innenleben“ trocken, alleine dies macht schon ein angenehmes Tragegefühl aus, nichts klebt an der Haut. Natürlich spüre ich die Jacke, durch das geringe Gewicht, kaum. Die leichte Sonneneinstrahlung auf dem schwarzen Gewebe ist während der Einlaufphase wohltuend wärmend und auch danach nicht zu stark. Das Wetter verändert sich, der Wind wird stärker und es fängt leicht an zu Regnen. Laut Hersteller ist die Jacke durch das geringe Gewicht bzw. durch das dünne Gewebe nicht wasserdicht. Bei leichtem Regen allerdings hält sie die Feuchtigkeit draußen. Überraschend, aber natürlich sehr angenehm. Die erste „gemeinsame“ Trainingseinheit hat mich schon mal überzeugt.

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Foto: (Links) leicht zerknittert (Mitte) Hersteller (Rechts) nach kurzer Zeit ist das Material wieder glatt.

Jetzt hält die „Beziehung“ schon 6 Monate und ich bin immer noch verliebt. Auch bei Temperaturen um 5 Grad Celsius ist die Jacke ausreichend, allerdings trage ich während der Wintermonate unter der „Hurrican 110“ ein Langarmshirt. Bei den letzten Trainingsläufen hatte ich fast immer Rücken- bzw. Gegenwind, der Windstopper hält dicht!

Wegen des geringen Gewichts wurde auf jedes zusätzlich Gramm geachtet. Auf einen Reißverschluss an der Rückentasche wurde verzichtet, ein kleines Stück Klett reicht vollständig als Verschluss aus. Die Jacke kann in der Rückentasche platzsparend verpackt und mit dem Gummiband am Arm fixiert werden. Der Brustreißverschluss ist für eine einfache Handhabung diagonal eingenäht, einmal hatte ich das Gewebe beim Öffnen allerdings eingeklemmt. Bei der „Reparatur“ muss man wegen des dünnen Gewebes sehr vorsichtig sein, sonst gibt es Löcher.

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Foto: Jacke in der Rückentasche eingepackt

Das dünne Gewebe zerknittert zwar leicht, aber beim Tragen ziehen sich die Falten wieder glatt. Die Jacke ist zudem ergonomisch geformt und kann dank 3D Extensor auch über den Laufrucksack (Ultrun 140G Man) getragen werden. Diese Aussage des Herstellers muss ich allerdings noch verifizieren. Die Armlänge ist ausreichend und der Bund hat eine Daumenschleife, das hilft bei Kälte, die Hände bleiben warm. Die Trail Jacke hat eine verstellbare Kapuze, das ist sehr angenehm bei starkem, kaltem Wind.

Mein abschließendes Urteil: Die Hurrican 110 gefällt mir sehr gut, eine so leichte Laufjacke mit Kapuze habe ich schon lange gesucht und endlich „gefunden“. Selbst auf dem Fahrrad macht sie was her. Ich bin rundum zufrieden.

Der Preis der Jacke liegt bei UVP EUR 139,00
Es gibt auch eine „kleine Schwester“, eine Weste, ohne Arme und Kapuze für UVP EUR 129,00

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Foto:Hersteller

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Foto:Hersteller

Bewertung:10/10 Punkten